Der Titel des Sextetts ist der medizinischen Fachsprache entlehnt und meint eine klinische Schlafstudie. Brett Dean erweist sich dabei allerdings weniger als kühl-analytischer Sezierer menschlicher Innenwelten denn als moderner Wiedergänger der deutschen Romantik, die dem Traum eine höhere Wahrheit zubilligte - "ein Gott ist der Mensch, wenn er träumt, ein Bettler, wenn er nachdenkt" (Hölderlin). In den 5 Sätzen des Sextetts, die Überschriften wie "Theta Waves", "Myoclonus" oder "Dream Sequence" tragen, taucht Dean in eine im wahrsten Sinne des Wortes traumhafte Welt des Unterbewussten und Phantastischen ein.